
Ziel
Zusammen mit den Heftbeiträgen Unpolitische Jugend und Nimm es selbst
in die Hand geht es beim Einführungstext über den politisch interessierten
17-Jährigen darum, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit
den Standpunkten, Meinungen und Ideen gleichaltriger Jugendlicher zur Politik
beschäftigen. Ziel ist es, sich der eigenen Haltung, dem eigenen Standpunkt
und allfälliger Erfahrungen im Zusammenhang mit Politik bewusst zu werden.
Arbeitsform
Anhand eines zweiteiligen Fragebogens
• bearbeiten die Schülerinnen und Schüler das Porträt im
Heft S. 2/3;
• nehmen sie zum eigenen Verhältnis zur Politik Stellung.
Im Klassenverband wird der Fragebogen – besonders der zweite Teil mit
den Fragen zu eigenen Erfahrungen mit Politik – ausgewertet. Dabei geht
es primär darum, in welchem Umfeld Jugendliche bereits Erfahrungen und
Erlebnisse mit Politik gemacht haben: Im Elternhaus? Im Zusammenhang mit Medien?
In der Schule?
Bemerkungen zum Fragebogen und zur Auswertung
• Die Fragen 1 – 4 dienen einerseits der Überprüfung des
Textverständnisses, andererseits als Basis einer Diskussion in Gruppen:
(Zu Frage 1): Findet ihr Manuels Form des politischen Engagements sinnvoll?
Wie beurteilt ihr die zwei anderen aufgeführten Möglichkeiten,
sich politisch zu engagieren? Welche weiteren gibt es?
(Zu Frage 2): Was sagt ihr zu Manuels Idealbild eines Staates? Was sind die
Vor- und Nachteile der beschriebenen Staatsformen?
• Frage 1 weist auf ein erweitertes Politikverständnis gemäss
der untenstehenden Definition von Politik hin.
• In der Frage 2 stecken die Definitionen der drei Begriffe Diktatur, Anarchie,
Demokratie.
• Wie bei Manuel Bachmann ist gemäss Aussagen von Fachleuten das Elternhaus
für die politische Sozialisation äusserst wichtig.
• Die spontanen Assoziationen zum Begriff Politik in Frage 5 und die Begriffsdefinitionen
der Schülerinnen und Schüler dienen der Überprüfung, wie
weit diese unter Politik die institutionalisierte (Partei)Politik verstehen bzw.
ob ein erweitertes Politikverständnis vorhanden ist.
Die 5 Begriffe jedes Schülers/jeder Schülerin werden in Gruppen erklärt.
• Aus den einzelnen Definitionen kann in Gruppen eine gemeinsame erarbeitet
werden. Eine mögliche Definition von Politik (Frage 6) lautet:
«Das Wort, von griech. Polis (=Stadtstaat), abgeleitet, bedeutet
Staatskunst, das Handeln des Staates und Handeln in staatlichen Dingen.
Im weiteren Sinn ist Politik die Bezeichnung für die Teilnahme an
der Regelung menschlicher Gemeinschaften und Werte überhaupt. Zu den
Grundelementen der Politik gehören Ziele und die Fähigkeit bzw.
das Geschick, die eigenen Vorstellungen zur Geltung zu bringen und auch
gegen Widerstände durchsetzen zu können. So lässt sich von
Preispolitik, Verbandpolitik, Kulturpolitik usw. reden.»
(aus: Neues Staatskundelexikon, Verlag Sauerländer und sabe, Aarau/Zürich
1996, S. 13)
• Die Antworten zu den Fragen 7 und 8 werden gesammelt. Daraus ergeben
sich Daten, die in einem Diagramm umgesetzt werden können. Die Erlebnisse
und eigenen Erfahrungen (Antworten Frage 7) sollen von einzelnen Schülerinnen
und Schülern mündlich ergänzt werden können.
• Frage 9 könnte dazu führen, dass eine politisch engagierte
Person intensiver befragt wird (vgl. auch: Nimm es selber an die Hand): Welche
Motivation steht hinter dem Engagement? Welche Erfahrungen macht diese Person?
Welche Tipps kann sie den Jugendlichen geben?
Zur Zeit:– Die Zeitschrift zur politischen Bildung» | schulverlag blmv AG | Gueterstrasse 13 | 3008 Bern | Telefon 031 380 52 52 | www.schulverlag.ch | Redaktion: Bruno Bachmann, Susanne Gattiker, Christian Graf-Zumsteg, Iwan Raschle | Gestaltung: Iwan Raschle, www.raschlekranz.ch | XHTML 1.1 validiert | Letzte Aktualisierung: 27.12.2004 22:54